Am Sonntag, den 22.03.2009 empfing der VfL Stenum AH den Tabellenvierten SV Baris III und hat dabei nach drei Niederlagen in Folge endlich die ersten drei Punkte der Rückrunde eingefahren.
Bei schwierigen Bedingungen durch tiefen Boden und heftigen Wind begann das Spiel dabei verhalten und schnell wurde klar, dass das Spiel in erster Linie nur über Kampf zu gewinnen war.
Und den nahm der aufgrund der immer noch langen Verletztenliste wieder einmal auf vielen Positionen veränderte VfL AH dann ab Mitte der ersten Hälfte besser an. Den ersten Treffer des Tages markierten in der 33. Minute aber dennoch die Gäste, nachdem der VfL den Ball in der eigenen Abwehr nach eigentlich schon geklärter Situation vertendelte und ein Baris-Angreifer zum 0:1 abstauben konnte.
Die Antwort folgte aber postwendend. Harald Hoffmann trieb den Gegenangriff nach dem Rückstand an und flankte von der rechten Angriffsseite lang auf die Strafraumgrenze, wo Marco Janson den Ball mustergültig annehmen konnte und den Ball aus 16 Metern unhaltbar ins rechte untere Eck drosch.
Gegen Ende der ersten Hälfte bekam der VfL die Partie dann besser in den Griff und hatte immer mehr vom Spiel, ohne weitere Tore ging es aber mit dem 1:1 in die Pause.
Der Gästetrainer hatte seiner Truppe in der Halbzeit kräftig eingeheizt und so war zu erwarten, dass der SV Baris noch einmal kräftig aufdreht, der VfL AH bleib seiner Linie im zweiten Durchgang aber treu, ging in der Defensive energisch zu Werke und bekam darüber weiteres Oberwasser und das Spiel immer mehr in den Griff.
So dauerte es nur bis zur 50. Minute, als Markus Mokros den Ball in der eigenen Abwehr erkämpfte und den Ball auf die rechte Angriffsseite zu Harald Hoffmann spielte, der sich dann am rechten Strafraumeck gegen zwei Mitspieler durchsetze und den Ball überlegt in den rechten unteren Torwinkel zog.
Nun erspielte sich der VfL ein deutliches Übergewicht und hatte weitere gute Möglichkeiten, die Führung zu erhöhen. Die beste machte der Gästekeeper zunichte, als er in der 65. Minute einen fulminanten Schuss von Markus Mokros abwehrte, fünf Minuten später klingelte es dann aber wieder im Gästetor.
Bei einem Angriff über die rechte Angriffsseite wurde Christian Kruse zunächst noch gestoppt und der Ball ins Seitenaus geklärt. Den fälligen Einwurf führte dieser aber blitzschnell aus und bediente den aufgerückten Harald Hoffmann, der am ihm inzwischen bestens bekannten rechten Strafraumeck noch einen Haken schlug und dann unhaltbar ins rechte obere Eck abzog.

Etwas zuviel Red Bull hatte offenbar dieser Delmenhorster Kollege intus. Wäre der Unparteiische Günter Stolle auch nur auf jede zweite Schwalbe reingefallen, wäre es am Ende sicher nochmal spannend geworden.
Mit diesem 3:1 ließ die Gegenwehr der Gäste dann langsam nach. Zwar versuchten Sie weiter, noch einmal den Anschluss zu markieren, aber der VfL hatte natürlich Sicherheit gewonnen und suchte weiter den Weg nach vorn. So konnte sich in der 83. Minute Kai Künzel mit dem 4:1 für seine unermüdliche Laufarbeit belohnen, als er den Ball im Mittelfeld eroberte, allein auf’s Tor zu lief, den Torhüter ausspielte und zum 4:1 einschob.

Gefährlich wurden die Gäste gegen Ende der Partie nur noch durch Standardsituationen, aber selbst mit dieser mysteriösen Doppel-Schützen-Taktik war gegen die VfL-Abwehrreihe kein Kraut gewachsen.
Den Endstand besorgte der eine Minute zuvor eingewechselte Peter Terwellen, der aus seinem ersten Ballkontakt nach 142 Tagen gleich eine Bogenlampe aus 20 Metern ins lange Eck machte. Dass der Ball dabei leicht abgefälscht wurde wird in den Erzählungen sicher schon bald nicht mehr zu hören sein.

Folgenschwerer Wechsel in der 85. Minute: Kai Künzel wird durch Peter Terwellen ersetzt und die Geschichten um dessen Traumtor eine Minute später wird man sich nun wohl noch lange anhören können.
Am Ende ein verdienter Sieg einer VfL-Truppe, die nach den Pleiten in den Auftaktspielen des Jahres über eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung und den richtigen Kampfeswillen wieder zu sich gefunden und die ersten drei Punkte der Rückrunde eingefahren hat.
Tore:
0:1 (33.)
1:1 (34.) Marco Janson
2:1 (50.) Harald Hoffmann
3:1 (70.) Harald Hoffmann
4:1 (83.) Kai Künzel
5:1 (86.) Peter Terwellen
Es spielten:
Karsten Jesuszek – Christopher Kiy, Sascha Rustler, Volker Sölbrandt – Torben Bendt, Michael Cordes, Harald Hoffmann, Marco Janson, Markus Mokros – Christian Kruse, Kai Künzel – Andreas Jordt, Peter Terwellen
Gelbe Karten: 1 für SV Baris III
Spieler des Tages: die Mannschaft, die sich den Sieg mit einer geschlossenen Teamleistung erkämpft hat
Coach des Tages: Jens Meyer, der den verhinderten Wolfgang Hoffmann erfolgreich vertrat
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